Herzlich Willkommen zu TAG 3
Tag 3: Heißhunger oder Fressanfall – Was steckt wirklich dahinter?
Emotionales Essen hat viele Gesichter
Vielleicht hast Du Dich schon mal gefragt: Warum kann ich manchmal nicht aufhören zu essen, obwohl ich gar keinen Hunger habe?
Die Antwort ist: Emotionales Essen. Doch es gibt Unterschiede:
🔸 Heißhunger = Ein starkes Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel oder Geschmack.
🔸 Fressanfall = Unkontrolliertes, wahlloses Essen, um ein inneres Loch zu füllen.
Beides sind Strategien Deines Unterbewusstseins, um mit Emotionen umzugehen. Lass uns tiefer eintauchen, warum sie entstehen und wie Du sie loslassen kannst.
Heißhunger – Wenn Essen mit Gefühlen verknüpft ist
Heißhunger entsteht oft durch emotionale Erinnerungen. Bestimmte Lebensmittel rufen ein Gefühl von Geborgenheit, Liebe oder Sicherheit hervor.
👉 Beispiele:
🍦 Eis = Liebe (weil Dein Vater früher jeden Sonntag nur mit Dir Eis essen war und da endlich mal Zeit für Dich hatte)
🍟 Chips & Weingummi = Zusammengehörigkeit (weil Ihr sie immer als Familie gemütlich auf der Couch beim Fernsehen gegessen habt)
🍖 Braten (Oma-Essen) = Schutz & Geborgenheit (weil Omas Küche Dein sicherer Zufluchtsort war)
Dein Unterbewusstsein glaubt, dass Du durch dieses Essen die alten, positiven Gefühle wiederholen kannst – aber das funktioniert nicht wirklich.
Fressanfall – Der Versuch, eine innere Leere zu füllen
Ein Fressanfall fühlt sich ganz anders an als Heißhunger. Hier geht es nicht um ein bestimmtes Essen, sondern um die Menge.
🔹 Du isst große Mengen völlig unterschiedlicher Dinge – oft sogar seltsame Kombinationen.
🔹 Du fühlst Dich währenddessen kurzzeitig erleichtert oder „gefühlt“.
🔹 Danach kommen Scham, Schuld und ein unangenehmes Völlegefühl.
🔹 Es passiert oft heimlich, nachts oder in Krisensituationen.
💡 Die zentrale Frage: Was genau willst Du mit dem Essen „füllen“? Ist es eine Leere in Dir, durch Einsamkeit, Frust, Überforderung, fehlende Liebe?
Selbstreflexion: Finde Deine persönlichen Trigger
Nimm Dir einen Moment Zeit und beantworte diese Fragen schriftlich:
1️⃣ Was genau fühle ich, bevor ich zum Essen greife?
2️⃣ Brauche ich das Gefühl eines vollen Mundes oder Bauches, um mich überhaupt zu spüren?
3️⃣ Wenn ich mir mein emotionales Loch im Bauch vorstelle – für welchen Mangel oder Verlust steht es? (Liebe, Anerkennung, Sicherheit…?)
4️⃣ Wenn ich nachts oder in Krisen vor dem Kühlschrank stehe – was genau suche ich dort? Welches Gefühl hat mich hingeführt?
5️⃣ Was würde mein „Trigger-Essen“ sagen, wenn ich es fragen könnte, welches Gefühl es unterdrücken soll?
Heute für Dich: Zwei kraftvolle Übungen
📄 Selbstbeobachtungstabelle: Lade Dir hier eine Tabelle herunter, um Deine persönlichen Heißhunger-Trigger zu erkennen. Selbstbeobachtungstabelle Heißhunger
🎧 Geführte Übung: Eine Audio-Session, die Dir hilft, Deine Emotionen von bestimmten Nahrungsmitteln zu entkoppeln.
Wichtig: Halte Dein persönliches Trigger-Lebensmittel bereit. Während der Übung werden die Schlüsselbeinknochen geklopft – wenn Du nicht weißt, wie das geht, schau Dir vorher dieses Video an: Link zum Video
Und jetzt viel Spaß und gute Erkenntnisse beim Klopfen!